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Quartier: Lebensraum für uns alle!

Egal wie sie heissen, ob St. Alban/Gellert und Breite, ob Gundeli und Bruderholz – die Quartiere und Vorstädte sind von grösster Bedeutung für uns Einwohnerinnen und Einwohner. Wo man wohnt ist man zu Hause. Da ist es wichtig, dass man sich wohl fühlt im eigenen Quartier. Deshalb ist es wichtig, dass die Quartiere in Basel ernster genommen werden als bisher. Sie brauchen vermehrt eine nicht kantonale Stimme. Dafür würde ich mich im Grossen Rat einsetzen.
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In der kantonalen Politik werden die Quartiere und Vorstädte nicht genug ernst genommen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Natürlich hat die kantonale Verwaltung sich eine eigene Stimme für die Quartiere installiert: die Quartiersekretariate. Die machen sicher auch mal gute Arbeit. Aber, und das habe ich leider mehr als einmal erlebt, sind sie ihren Geldgebern verpflichtet. Die Quartiere und Vorstädte brauchen aber eine verwaltungsunabhängige Stimme. Für mich sind das die Neutralen Quartiervereine. Sie stehen allen offen. Deshalb würde ich mich als Grossrat verpflichten, dass ich den NQVs auch als Bindeglied in die Politik zur Verfügung stehen würde. Selbst dann, wenn das Anliegen nicht meine Prioritäten widerspiegeln würde. Natürlich darf ich auch mal den Joker ziehen, wenn etwas meiner Meinung nach schädlich wäre.

Was brauchen denn unsere Quartiere neben einer Stimme im Grossen Rat? Das ist verschieden. Denn unsere Quartiere unterscheiden sich doch sehr. Ich halte es auch für völlig falsch, von «guten» und «schlechten» Quartieren zu sprechen. Alle Quartiere habe Vor- und Nachteile. Auch das kann ich beurteilen, denn ich bin im Gundeli aufgewachsen, habe dann am Rande des Bruderholzes gewohnt und heute lebe ich fast auf der Grenze zwischen Breite und St. Alban bzw. Gellert bei der Stadtmauer. Ich kenne Basel Ost gut und aus eigener Erfahrung.

Während der fehlende, nahe Quartierladen auf dem Bruderholz ein Thema ist, gilt dies ganz sicher nicht für das Gundeli. Dort stellen sich dafür ganz andere Fragen. Das Gundeli ist ein sehr lebendiges Quartier. Auch das wirft Fragen auf. Die gegenteilige Frage wird im Gellert und in der St. Alban-Vorstadt diskutiert. Lebt das Gellert? Lebt die St. Alban-Vorstadt? Ich finde ja, vor allem entwickeln sie sich… aber ich weiss, dass es Stimmen gibt, die finden, dass es zu wenig lebendig sei. Mit lebendig ist auch nicht unbedingt Party gemeint. Vielleicht mehr im Sinne einer Lebendigkeit wie in der Breite. Aber auch hier gibt es Themen die zu diskutieren sind. Kürzlich hatten wir eine sehr emotionale Diskussion bezüglich dem Kiosk gegenüber dem Breite Hotel. Diese Diskussion zeigt, wie schnell neue Probleme aufbrechen können. Aber gut ist, dass sie diskutiert werden. So kann man sie angehen. In der Breite stellt sich sicher auch das Thema, dass die Osttangente endlich unter den Boden kommt. Ein Anliegen, das ich unterstütze.

Ich möchte auch nicht einfach sagen, welches Problem ein Quartier hat. Als Bewohnerin und Bewohners eines Quartiers haben sie sicher eigene Vorstellungen. Melden Sie sich doch bitte mit Ihrem Anliegen einfach bei mir. Ich bin gespannt.