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Kulturstadt Basel – neue Impulse, neue Horizonte

Basel nennt sich Kulturstadt – zu Recht. Aber leider döst die Kulturpolitik vor sich hin und erfreut sich an den Erfolgen von früher. Es sind kaum mehr Impulse aus der Politik zu spüren. Im Gegenteil. Die staatlichen Museen werden zurückgebunden oder gar an die Wand gefahren, wie aktuell das Historische Museum Basels. In der Kulturpolitik braucht es einen Aufbruch. Sie muss auch Freiräume schaffen, damit Neues entstehen kann. Deshalb war ich früher Vizepräsident des RFV und gehöre schon lange der Gruppe KulturStadt Jetzt an – aus Überzeugung.
Auch die Sanierung und Neueröffnung des Stadtcasinos ist nicht zuletzt privater Initiative zu verdanken. Das erste Konzert hat mir gezeigt, wie gelungen die Renovierung ist.
Der neue Corona-Virus hingegen bedroht die Kulturszene massiv in ihrer Existenz. Hier muss schnell, konsequent gehandelt werden. Für Impulse und Freiräume stand und stehe ich in Zukunft ein.
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Der neue Corona-Virus trifft die Kulturszene heftig. Hier ist unkomplizierte Nothilfe unbedingt notwendig. Sonst ist der Schaden an der Kulturstadt Basel enorm. Dies gilt es zu verhindern. Auch hier ist das Präsidialdepartement gefordert.

Vor allem dank privater Initiative können wir aber auch schöne Erfolge feiern wie z.B. die Sanierung und Neueröffnung der Stadtcasinos. Eine wirklich gelungene Erneuerung. Kompliment an die Casinogesellschaft. Neben diesem Lichtblick gibt es viele private Initiativen grösserer aber auch kleinerer Art. Von dieser Mischung lebt die Kulturstadt Basel. Hier ist es primär privater Initiative zu verdanken, dass Basel lebt und sich entwickelt.

Selbstverständlich sind die grossen «Häuser» wie z.B. das Kunstmuseum, das Theater Basel aber auch die grossen Orchester usw. enorm wichtig. Allerdings werden sie zu oft viel zu stark vom Präsidialdepartement an die Kandare genommen. Das tötet Eigeninitiative ab und ist in der Kultur ganz grundsätzlich die falsche Strategie. Dies forderte ich als kulturpolitisch aktiver Grossrat schon vor vielen Jahren z.B. mit einem Vorstoss für eine Museumsstrategie. Und nein, einen erfolgreichen Museumsdirektor abzusägen ist ganz sich keine Museumsstrategie. Der Vorstoss ist auch heute noch hängig, weil der Grossrat nie mit den Antworten des Regierungsrates zufrieden war.

Der Kanton sollte sich vermehrt auf Leuchttürme und auf Neues, Innovatives konzentrieren. Viele Akteure erbringen kulturelle Dienstleistungen. Nicht alle können, sollen und wollen subventioniert werden. Subventionen sind auch nicht immer zwingend das richtige. Ein attraktives Umfeld, gute Rahmenbedingungen und eine prosperierende Stadt sind genauso wichtig. Ich habe mich zum Beispiel erfolgreich für die Baloise Session stark gemacht, als sie um ihren Veranstaltungsort zu Recht fürchtete. Aber auch als langjähriger RFV- Vizepräsident war ich am Aufbau des kulturellen Basels mitbeteiligt. Dieses Engagement möchte ich unbedingt erneut in den Grossen Rat einbringen. Es gibt so viel zu tun, so viele Chancen zu ergreifen.